Im Anschluss an den Vortrag Diskussion mit
DI Gottfried Prasenc (lokal heros, Graz)
und
DI Michael Redik (Stadtplanungsamt der Stadt Graz)
Graz verändert sich in einem rasanten Tempo. Frühere ArbeiterInnenviertel wie der Lend werden aufgewertet. Von vielen wird das positiv gesehen, meist wird jedoch unterschlagen, dass die bisherige Bevölkerung in den neuen, schicken Stadtteilen keinen Platz mehr findet. Gentrification wurde in der Vergangenheit als Aufwertung und Verdrängung in den Innenstädten der großen Metropolen verstanden. Erleben wir das auch in Graz? Wie kann diesen Entwicklungen entgegengewirkt werden. Wie sieht eine soziale und integrative Stadtentwicklung aus?
KPÖ-Bildungszentrum, Lagergasse 98a, 8020 Graz
Freier Eintritt
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Vortrag von Andrej Holm mp3, 29,4M, 10/28/08 |
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Im Anschluss an den Vortrag Diskussion mit
DI Gottfried Prasenc (lokal heros, Graz)
und
DI Michael Redik (Stadtplanungsamt der Stadt Graz)
Gentrification wurde in der Vergangenheit als Aufwertung und Verdrängung in den Innenstädten der großen Metropolen verstanden. Doch längst haben vergleichbare Aufwertungsprozesse andere Räume erobert. Aktuelle wissenschaftliche Debatten gehen von einer Universalisierung und räumlichen Ausbreitung von Gentrificationprozessen aus. Ob das analytische Instrumentarium der Gentrificationforschung sinnvoll für die Erklärung von Veränderungen jenseits großer Metropolen genutzt werden kann, soll im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen.
ist Stadtsoziologe und forscht zu Stadterneuerung, Wohnungspolitik und Gentrification. Er ist seit Jahren in verschiedenen Stadtteilinitiativen und Mieterorganisationen aktiv. Auf seinem *gentrificationblog* werden Meldungen und Nachrichten rund um die Aufwertung von Stadtvierteln und den Mobilisierungen der Mieter/innen dagegen gesammelt. Holm lehrt an der Goethe Universität in Frankfurt/Main und an der Humboldt Universität in Berlin.
Blog von Andrej Holm.
Andrej Holm wurde im vergangenen Juli als mutmaßliches Mitglied einer terroristischen Vereinigung nach §129(a) des Strafgesetzbuches in der BRD festgenommen und war mehrere Wochen in Untersuchungshaft.
Die Ermittlungskonstrukte lesen sich wie eine Satire über den Überwachungswahn: Zugangsmöglichkeit zu Bibliotheken, die Fähigkeit wissenschaftliche Texte zu schreiben und konspirative Verhaltensweisen waren Grund genug für einen Haftbefehl. Doch die Folgen solcher §129(a)-Ermittlungen sind alles andere als lustig.
In der Veranstaltung wollen wir die Logik der Ermittlungen und die alltäglichen Folgen eines fast vollständigen Überwachtseins ebenso beschreiben wie die breite Unterstützung und Solidarität, die wir erfahren haben.
Andrej Holm ist seit Jahren Aktivist in verschiedenen Basisbewegungen, wurde im Juli 2007 wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung festgenommen und war drei Wochen in Untersuchungshaft. (Mehr Informationen: einstellung.so36.net)
Anne Roth ist Medienaktivistin und Journalistin und außerdem Partnerin von Andrej, weiß seit den Verhaftungen Ende Juli 2007, dass auch sie von weitgehender Überwachung betroffen ist und bloggt über die Innenansichten einer Terrorismus-Ermittlung (annalist.noblogs.org).