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Bildungsverein der KPÖ Steiermark
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Antifaschistischer Widerstandskampf von 1938 bis 1945

10. Dezember, 18 Uhr: Zeitzeugengespräch mit Willi Gaisch

"Gesucht wird der jüdisch-bolschewistische Gewaltverbrecher Willi Gaisch-Rudmann", hieß es Anfang 1945 auf einem NS-Fahndungsplakat in Graz. Seit dem sog. "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland leistete Willi Gaisch Widerstand gegen das barbarische Regime. Darüber wird in diesem Gespräch berichten.

Donnerstag, 10. Dezember 2009, 18 Uhr
Hörsaal A (06.01) der befreiten Grazer Vorklinik
Einleitung: Prof. Helmut Konrad; Moderation: Colette M. Schmidt (Der Standard)

Eintritt frei!


Willibald (Willi) Gaisch: Seit beinahe 70 Jahren gehört er bereits der KPÖ an und er hat ihre Politik an zahlreichen  Positionen, z. B. als Landesobmann, als Mitglied des Zentralkomitees (ZK) bzw. des Politbüros, jahrelang entscheidend mitgeprägt.

Willi stammt aus einer Arbeiterfamilie und erlernte das Tischlerhandwerk. Nach dem Bankrott der Sozialdemokratie im Februar 1934 trat er 1936 dem Kommunistischen Jugendverband bei und im Jahr 1938 - im Jahr der Annexion Österreichs - der KPÖ. Zweimalige Verhaftung und Verfolgung durch die GESTAPO hielten Willi nicht ab, am antifaschistischen Widerstand teilzunehmen und für ein selbständiges, freies und demokratisches Österreich einzutreten.

Nach 1945 arbeitete er als Redakteur der kommunistischen Tageszeitung "Wahrheit", als Bezirkssekretär in Graz, als steirischer Landessekretär und von schließlich als Landesobmann der KPÖ-Steiermark.

Auch nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten in Osteuropa bliebt Willi Kommunist. Er arbeitete dann mit, dass die steirische KPÖ  weiterhin politikfähig bleiben konnte. Die Erfolge bei der Landtagswahl 2005 und bei der Grazer Gemeinderatswahl 2003 sind eine Bestätigung seiner Haltung.

Willi Gaisch ist in seinem langen politischen Leben aber nie nur kein Mann der Theorie gewesen, gerade die praktische  Arbeit vor Ort war ihm stets ein großes Anliegen.