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Bildungsverein der KPÖ Steiermark
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"Der Weg zum Ödensee" - Fotos von der Lesung

13. März 08, 19 Uhr 30: Szenische Lesung aus dem Werk von Franz Kain

In seiner Erzählung "Der Weg zum Ödensee" ging Franz Kain den Spuren der Verhaftung von Ernst Kaltenbrunner, SS-Obergruppenführer und als Chef des Reichssicherheitshauptamtes einer der ranghöchsten Funktionäre des NS-Regimes, nach.

 

Szenische Lesung mit Peter Raab und Alenka Maly, unter musikalischer Begleitung von Markus Sepperer (Oboe) und Christian Kapun (Kontra-Bassklarinette). Vor der Lesung ist der Film "Kain Denkmal" von Alenka Maly zu sehen.

 

Donnerstag, 13. März 2008, 19 Uhr 30

KPÖ-Bildungszentrum, Lagergasse 98a, 8020 Graz

Freier Eintritt!

 

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Fotos von der Lesung in Graz am 13.3.

"Der Weg zum Ödensee"

 

In seiner Erzählung Der Weg zum Ödensee ging Franz Kain den Spuren der Verhaftung von Ernst Kaltenbrunner, SS-Obergruppenführer und als Chef des Reichssicherheitshauptamtes einer der ranghöchsten Funktionäre des NS-Regimes, nach.
Auf der Basis eines präzise recherchierten geschichtlichen Fundaments, entwarf der Autor auf zwei Erzählebenen eine biographische Skizze des in Österreich geborenen „Polizeihauptmanns des Führers“, in der sich auch ein gerne verschwiegener Teil der österreichischen Zeitgeschichte von 1918 bis 1945 widerspiegelt.

Der letzte Weg Ernst Kaltenbrunners am 7. Mai 1945 auf die Wildenseealm im Toten Gebirge ist auch ein „Weg ins Tote Gebirge der Geschichte“, der schlussendlich mit der Hinrichtung Kaltenbrunners in Folge der Kriegsverbrecherprozesse 1946 in Nürnberg endete.

Der historisch korrekte „Wildensee“ wurde vom Autor aufgrund der stärkeren Symbolkraft mit dem literarisch ausdruckstarken „Ödensee“ getauscht.

 

Programm:

 

FILM: Kain Denkmal - von Alenka Maly

 

LESUNG: Der Weg zum Ödensee

 

mit Peter Raab und Alenka Maly (Text)

Markus Sepperer (Oboe)

Christian Kapun (Kontra-Bassklarinette)

David Guttner (Konzept)

 

Franz Kain

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„Unsere Geschichte hat viele und ausgeprägte Würgmahle,

die allen versuchen sie glattzuhobeln, widerstehen. (…)

Die Geschichte mit Hilfe von Geschichten zu beleuchten,

die im Schatten ihrer Zäsuren wachsen, ist ein Akt nationaler Selbstkritik.(…)
Die Wahrheit ist immer nützlich, aber nur selten angenehm.“

(Franz Kain, aus „Von den Würgmahlen“)

 

 

Franz Kain geboren am 10. Jänner 1922 in Goisern, gestorben am 27. Oktober 1997 in Linz. Der oberösterreichischer  Schriftsteller, Journalist und Politiker beschäftigte sich in seinen Romanen, Erzählungen und Novellen vorrangig um die „kleinen“ Geschichten der „kleinen“ Leute, ohne dabei auf den zeitgenössischen politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Kontext zu vergessen.

Bereits als 14-jähriger wurde Franz Kain vom Schuschnigg-Regime wegen illegaler politischer Betätigung verhaftet. Als politisch Vorbestrafter war es nicht möglich eine höhere Schule zu besuchen noch einen Lehrplatz zu finden. Er verdingte sich als Holzknecht und kam nach 1938 zu den „Reichsforsten“.
Nachdem er sich der Ischler Gruppe des verbotenen „Kommunistischen Jugend Verbandes“ angeschlossen hatte und an der Verbreitung von antifaschistischen Flugblättern beteiligt war, wurde er am 1. März 1941 von den Nazis neuerlich verhaftet. Das Urteil im Herbst 1942 vor dem berüchtigten Berliner Volksgerichtshof lautete „3 Jahre Zuchthaus und Ehrverlust“. Franz Kain kam vom Gefängnis nach kurzer Ausbildung zum „Strafbataillon 999“ und wurde in so genannten „Himmelfahrtskommandos“ unter anderem im Afrikafeldzug in Tunesien eingesetzt. Nach amerikanischer Kriegsgefangenschaft arbeitete er ab 1946 als Redakteur der „Neuen Zeit“ in Linz, in dem 50er Jahren als Korrespondent der „Volksstimme“ in Berlin. Neben seiner politischen Arbeit vor allem als Linzer KP Gemeinderat war Franz Kain als Schriftsteller tätig.

Links zu Franz Kain

Schriftsteller, Journalist, Politiker - Franz Kain (1922-1997). Eine Dokumentation der Linzer KPÖ

Literatur von und über Franz Kain (Alfred Klahr Gesellschaft)

Franz Kain Biographie (Wikipedia)

Demokratie braucht kritische Menschen. In memoriam Prof. Franz Kain

Radiosendung zum 10. Todestag von Franz Kain. Von David Guttner

Bibliothek der Provinz. Verlag mit den lieferbaren Büchern von Franz Kain

Beteiligte KünstlerInnen

Alenka Maly

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A. Maly und P. Raab

Schauspielerin, Filmemacherin. 1969 geboren in Wels/OÖ.


1991 Abschluss der Schauspielausbildung am Brucknerkonservatorium in Linz
Festengagements bis 1994 am Landestheater Linz und am Stadttheater St.Gallen (Schweiz)
Bis 1997 freiberuflich tätig, mit Schwerpunkt am Theater Phönix und als Sprecherin im ORF
2002 Abschluss des Studiums der Visuellen Mediengestaltung/Abteilung Film und Video an der Universität für Gestaltung in Linz.

 

Peter Raab

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1943 geboren in Wien. Aufgewachsen in Kärnten
1970 erste Kontakte zum Theater
eigene Lieder und Gedichte
1972-1979 Gestaltung der Sendung „Lieder und Texte“ im ORF Hörfunk
1978 Schauspielprüfung in Wien
seither Schauspieler am Stadttheater Klagenfurt, am Schauspielhaus Stuttgart, am Theater an der Wien, am Theater in der Josefstadt/Kammerspiele und bei verschiedenen freien Theatern
macht Musik mit mehreren Instrumenten
1991 LP „Ein lila Vogel“
1992 „Quint-Essenzen“ Gedichte und Chansons
1998 CD „Koroška Kärnten Carinzia“
literarisch-musikalisches Kabarett

Christian Kapun

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Erster Klarinettenunterricht im Alter von elf Jahren, danach Studien am Brucknerkonservatorium Linz (IGP, Klasse Gerald Kraxberger), Utrecht School of the Arts/Holland (Konzertfach Bassklainette, Klasse Harry Sparnaay), Hochschule für Musik und Theather Bern (Meisterklasse und Konzertdiplom für Bassklarinette, Klasse Ernesto Molinari).

Meisterkurse bei Harry Sparnaay, Ernesto Molinari, Michael Riessler, Vinko Globokar, Alois Brandhofer.

Mehrfacher erster und zweiter Preisträger bei den Wettbewerben "Jugend musiziert",  Wettbewerb der Wiener Konzerthausgesellschaft "Musica Juventutis", "Das Podium". Offizieller Vertreter der Schweizer Hochschulen und Preis der Studentenjury beim CHAIN-Wettbewerb 2003 in Riga/Lettland.

Christian Kapun spielt alle Klarinetten, sein Repertoire umfaßt im Wesentlichen zeitgenössische Werke für Bass-, Kontrabass-, Alt- und Es-Klarinette, sowie klassische Werke für Klarinette, C- und D-Klarinette, Bassettklarinette und Bassetthorn.
Ebenso intensive Beschäftigung mit elektronischen Tasteninstrumenten und Aufnahmetechnik.

Auftritte, CD-Produktionen und Fernsehauftritte u. a. mit Hans Söllner, Thierry Zaboitzeff (ex Art Zoyd), Klangforum Wien, Jon Sass, Zimmer3.

Konzertauftritte u. a.: alle Reggae-Festivals im deutschsprachigen Raum (Chiemsee, Wiesen, Berlin, Hamburg, ....), Bundeskanzleramt, Brucknerhaus Linz, Konzerthaus Wien, Salzburger Festspiele, Berliner Festwochen, Festival der Stadt Bordeaux,Sziget-Festival Budapest, Wiener Musikverein, Rockhouse Salzburg, Posthof Linz, Porgy & Bess.

Lehrtätigkeit bei diversen Kursen und in den Landesmusikschulen Bad Goisern und Ebensee.

Markus Sepperer

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studierte am Mozarteum in Salzburg, am Kondervatorium in Wien, an der Staatlichen Hochschule für Musik in Leipzig und an der Royal Academy of Music London.

Er spielt Oboe udn musizierte bereits mit dem Klangforum Wien, Österreichisches Ensemble für Neue Musik, und verschiedenen österreichischen Orchestern.

Er gab Konzerte in China, Kanada und verschiedenen europäischen Ländern.

David Guttner

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Geboren am 3. Februar 1976 in Kärnten/Koroška.

Gearbeitet als Theaterstatist und Kleindarsteller, Hausmeister, Lagerhilfskraft, Eisverkäufer, Kellner, Telefonist, Produktionsassistent bei der Wochenzeitung „Falter“, DJ, Musiker, Museums- und Filmvorführer. Zivildienst in einem Pflegeheim in Eisenkappel/?elezna Kapla.
Ausgebildeter Streich- und Saiteninstrumentenerzeuger (Hallstatt) und „Siebtelmatura“ in Geschichte.
Seit 2003 redaktionelle Arbeiten für das Freie Radio Salzkammergut. 2004 Geburt der Tochter Helene.
Arbeit an der über die KUPF OÖ geförderten achtteiligen Sendereihe „Fragmente des Widerstands“. Verfasser von Artikeln und punktuelle Gestaltung von Hörfunkbeiträgen und Features. Juror für den KUPF-Innovationstopf 2007, Veranstaltungen zum 10. Todestag des oberösterreichischen Schriftstellers Franz Kain.   
Übersiedelung nach Wien, redaktionelle Mitarbeit an dem Hörfunkprojekt „literadio“ bei der Frankfurter Buchmesse. Beginn der Mitarbeit im Vorstand der KUPF mit November 2007.
Sendeprojekte mit Ö1 und dem Freien Radio Salzkammergut sind derzeit in Arbeit.