Der Heilige Vater. Benedikt XVI - Ein Papst und seine Tradition
6. Mai 2010, 19 Uhr: Lesung und Diskussion mit dem Autor Gerhard Feldbauer
Der Autor Gerhard Feldbauer bietet in seinem neuen Buch Einblick in die Politik der Päpste im 20. Jahrhundert. Es zeigt politische und historische Zusammenhänge auf und macht deutlich, dass der neue Papst Benedikt XVI. eine geistige Gegenoffensive fortsetzt, die auf ein Rollback gegen die Aufklärung und die irdische Emanzipation des Menschen abstellt.
Donnerstag, 6. Mai 2010, 19 Uhr
KPÖ-Bildungszentrum, Lagergasse 98a, 8020 Graz
Freier Eintritt!
Das Urteil gegen Galileo Galilei, heißt es aus der Umgebung des
Papstes, sei »in Ordnung« gewesen und die »Heilige Inquisition« eine
»rationelle Veranstaltung«. Aber auch Benedikt XVI., alias Joseph Alois
Ratzinger, selbst positioniert sich eindeutig: Von der Seligsprechung
geistlicher Anhänger des faschistischen Putsches in Spanien über seine
Ausfälle gegen Protestanten und Moslems oder seine Unterstützung für
Berlusconi bis zur Rehabilitierung der Piusbrüder mit ihren
zweideutigen Verlautbarungen etwa zum Holocaust. Flexibel in der Form,
bisweilen leutselig im Ton, knüpft er an eine altbewährte Tradition der
Kurie an. In Deutschland mag dafür das Konkordat von 1933 mit Hitler
stehen, in Italien die Allianz mit Mussolini. Oder die Verstrickung von
Opus Dei in das Mordkomplott gegen
Aldo Moro .
Über den Autor:
Gerhard Feldbauer
, Dr. phil. Hat sich habilitiert in italienischer Geschichte. Freiberuflicher Publizist. Langjähriger Pressekorrespondent in Italien und Vietnam. Zahlreiche Buchveröffentlichungen.
Links:
"Der Heilige Vater" erschienen bei Papyrossa
Ein Auszug aus dem Buch über die Piusbrüder, erschienen in der "
Junge Welt"
Blogeintrag über das Buch bei der Antinazi-Koordination Frankfurt am Main