Lisl Rizy/ Willi Weinert: Bin ich ein guter Soldat und guter Genosse gewesen?
Österreichische Kommunisten und Kommunistinnen im Spanischen Bürgerkrieg und danach
Lisl
Rizy, Willi Weinert: "Bin ich ein guter Soldat
und guter Genosse gewesen?". Österreichische Kommunisten
und Kommunistinnen im Spanischen Bürgerkrieg und danach.
Wien 2008, 160 S. m. mehr als 270 Abb.; 15.- Euro
(excl. Versandspesen). ISBN: 978-3-9502478-0-0.
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"
Bin ich ein guter Soldat gewesen", fragte der schwer verletzte Franz Luda. Selbstredend war er und seine Mitstreiter gute Soldaten an dieser Front des Klassenkampfes, und in einer Front mit Millionen, die im Kampf um eine bessere Welt bereit waren, ihr Leben einzusetzen.
Das von Lisl Rizy und Willi Weinert gestaltete
Buch hat die Intension, die Erinnerung an den Beitrag
der Österreicher und speziell der österreichischen Kommunisten
im Spanischen Bürgerkrieg wach zu halten. Dazu wählten
wir die Form eines "Lesebuches", das aus bereits
in der Vergangenheit publizierten Arbeiten, oder Auszügen
daraus, zusammengestellt wurde. Und weil es konkrete
Menschen mit Namen und Gesichtern waren, die an diesem
Kampf teilgenommen haben, finden sich in diesem Buch
erstmals die Namen der Kommunisten und Kommunistinnen,
die als Freiwillige nach Spanien gegangen waren, sowie
eine Liste jener, die Opfer in diesem antifaschistischen
Kampf wurden, wobei auch jene erwähnt sind, die danach
in den KZ's oder als antifaschistische Kämpfer an den
verschiedensten Fronten des Kampfes gegen den Faschismus
ihr Leben verloren.
Sie wurden nicht nur aufgelistet,
um den hohen Anteil der Kommunisten an diesem Kampf
zu dokumentieren, sondern auch um sie für die Zukunft
im kollektiven Gedächtnis zu behalten. Sie gehören zu
jener kleinen Gruppe von Österreichern und Österreicherinnen,
die den, gemäß der Forderung der Alliierten Mächten
auf der Moskauer Konferenz (1943), von Österreich geforderten
Beitrag zur Befreiung Österreichs leisteten. Sie hatten
Anteil daran, dass Österreich 1945 wieder als ein freier,
unabhängiger Staat erstehen konnte.
Auch wenn diese
Arbeit das Ziel verfolgt, die österreichischen Spanienkämpfer
der Vergessenheit zu entreißen, ist es notwendig, darauf
hinzuweisen, dass es nicht darum gehen kann, diese Menschen
und ihre Taten zu überhöhen. Wie anderswo auch, handelte
es sich um Menschen, deren Lebensumstände oft harte
Bedingungen hatten, die in sich positive und negative
Eigenschaften vereinten, bei einigen wenigen überwogen
letztere. Dies tut aber der geschichtlichen Leistung
der österreichischen Antifaschisten in Spanien keinen
Abbruch.