Luigi Nono: Hin zur grossen Sonne der Liebe
3. Dez 09, 19 Uhr: Vortrag von Elfriede Moschitz über Luigi Nonos Oper "Al gran sole carico d’amore"
Luigi Nonos Opernwerk aus dem Jahr 1975 beschreibt einige Schlüsselereignisse in der Geschichte des Kommunismus und deckt einen Zeitraum von 100 Jahren ab: von der Pariser Kommune
im Jahr 1871 bis zum Vietnamkrieg in den 1960er und 70er Jahren. Das Libretto
besteht aus einer Reihe von Zitaten aus historischen und fiktionalen Dokumenten
von Autoren wie Marx, Lenin, Brecht, Pavese und Che Guevara.
Do, 3. Dezember 2009, 19 Uhr
KPÖ-Bildungszentrum, Lagergasse 98a, 8020 Graz
Freier Eintritt!
Hin zur grossen Sonne der Liebe
Vortrag von Elfriede Moschitz
Luigi Nonos Opernwerk aus dem Jahr 1975 beschreibt einige Schlüsselereignisse in der Geschichte des Kommunismus und deckt einen Zeitraum von 100 Jahren ab: von der Pariser Kommune im Jahr 1871 bis zum Vietnamkrieg in den 1960er und 70er Jahren. Das Libretto besteht aus einer Reihe von Zitaten aus historischen und fiktionalen Dokumenten von Autoren wie Marx, Lenin, Brecht, Pavese und Che Guevara.
Nonos Dokumentation von ausgewählten Ereignissen in der Geschichte des Kommunismus ist insofern einzigartig, als sie den Fokus auf die Frauen richtet, die an dieser Geschichte teilhatten: Diese Frauen – seien es Guerilla-Kämpferinnen oder Mütter – bilden den emotionalen Kern der Oper. Die Zitate aus ihren Schriften oder auch Augenzeugenberichte über die Ereignisse, in die sie involviert waren, verleihen Nonos Geschichte des Kommunismus eine ganz persönliche Prägung. (Kathie Mitchell, Programmheft zur Salzburger Aufführung 2009).
Der Vortrag hat sowohl die wichtigsten Stationen im Leben und Schaffen Luigi Nonos, einem der bedeutendsten Vertreter engagierter Musik zum Inhalt, als auch eine Deutung und Darstellung seines am 4. April in Mailand uraufgeführten Opernwerks Al gran sole carico d’amore, welches heuer auch am Spielplan (August 2009) der Salzburger Festspiele stand. Anhand von Musikbeispielen, Texten und Ausschnitten sollen Persönlichkeit und Werk, bei Nono untrennbar verbunden, er-hört und erfahren werden. Sein hoher Anspruch an das „Mensch – Sein“ und die Forderung besonders an den Künstler/die Künstlerin, jede Wahrheit im Außen erst durch die eigene, innere Wahrheit zu führen und auf ihren Gehalt zu überprüfen, machen Luigi Nono zum großen Vorbild für alle Kunstschaffenden nach ihm und damit zu einem der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts!
Elfriede Moschitz ist Dirigentin, Sängerin und Musikwissenschafterin. Sie lehrt an der Kunstuni Graz.Links
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