Nicht nur
zu Lebzeiten, auch nach seinem Tod wurde Hanns Eisler in der BRD und in
Westeuropa kaum so recht zur Kenntnis genommen. 1973, Hanns Eisler wäre 75
geworden, produzierte das DDR-Fernsehen ein Porträt des großen Komponisten, das
alle Facetten seines aktiven Lebens sichtbar werden lässt und deutlich macht. Äußerungen
von Kulturschaffenden wie dem Komponisten Paul Dessau, dem Musikwissenschaftler
Georg Knepler und dem Brecht-Schüler und Dramaturgen Manfred Wekwerth runden
das Eisler-Bild ab. Im Film singen u. a. Ernst Busch, Therese Giese, Gisela May
und Helene Weigel.
KPÖ-Bildungszentrum, Lagergasse 98a, 8020 Graz
Freier Eintritt!
Nicht nur zu Lebzeiten,
auch nach seinem Tod wurde Hanns Eisler in der BRD und in Westeuropa kaum so
recht zur Kenntnis genommen. Die in jüngerer Zeit bemerkbare
Eisler-„Renaissance“ läuft jedoch Gefahr, den Schoenberg-Schüler und
Zwölftonmeister überzuakzentuieren, während in der DDR, wo der Komponist von
1950 bis zu seinem Tod 1962 lebte, der „ganze Eisler“, mithin auch und vor
allem der politisch engagierte Tonsetzer gefeiert wird.
1973, Hanns Eisler wäre 75
geworden, produzierte das DDR-Fernsehen ein Porträt des großen Komponisten, das
alle Facetten seines aktiven Lebens sichtbar werden lässt und deutlich macht,
wie Eislers Werke, Ideen und musikalische Auffassungen besonders im Musikleben
der DDR weiter existieren. Äußerungen von Kulturschaffenden wie dem Komponisten
Paul Dessau, dem Musikwissenschaftler Georg Knepler und dem Brecht-Schüler und
Dramaturgen Manfred Wekwerth runden das Eisler-Bild ab. Im Film singen u. a.
Ernst Busch, Therese Giese, Gisela May und Helene Weigel.
Die Beschäftigung mit dem
Leben und Schaffen Eislers, formulierte Bertolt Brecht in der Vorrede zur
Ausgabe der Eisler’schen Lieder und Kantaten, bedeute, „sich in ein großes Werk
hineinzubewegen, das den Ausübenden wie den Hörer auf beglückende Weise
verändert.“
Regie: Günter und Jutta Lippmann
Buch: Günter
Lippmann, Günther Mayer
Dramaturgie: Peter
Wuss
Kamera: Niko
Pawloff, Peter Milinski, Karl-Heinz Brömsel
Ton: Klaus
Schieber, Andreas Walther
Schnitt: Maja
Ulbrich
Produktion: Fernsehen
der DDR / DEFA-Studio für Kurzfilme
Format: 16
mm, s/w, 1:1,37
Länge: 87
Minuten, 960 m
Eisler-Texte aus
Gesprächen mit Hans Bunge und Nathan Notowicz
DDR 1973