Das Filmporträt folgt den Erinnerungen des Exilschriftstellers Fritz Kalmar (1911-2008) von der frühen Kindheit bis in die Gegenwart der Filmaufnahmen, umfaßt also die drei großen Lebensabschnitte Wien (bis 1938), La Paz (1939-1953), Montevideo (ab 1953). Im Anschluß an die Projektion stellen sich der Autor Erich Hackl und die Filmemacherin Libertad Hackl den Fragen des Publikums.
KPÖ Bildungszentrum, Lagergasse 98a, 8020 Graz
Freier Eintritt !
Eine Veranstaltung des Bildungsvereins der KPÖ Steiermark in Kooperation mit CLIO – Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit
Das Filmporträt folgt den Erinnerungen des Exilschriftstellers Fritz Kalmar (1911-2008) von der frühen Kindheit bis in die Gegenwart der Filmaufnahmen, umfaßt also die drei großen Lebensabschnitte Wien (bis 1938), La Paz (1939-1953), Montevideo (ab 1953). Eigentliches Thema ist Kalmars Heimweh nach der Stadt, aus der er seiner jüdischen Herkunft wegen vertrieben wurde, sein bitteres Resumee von den zwei halben Heimaten – Österreich; Uruguay – und der Unmöglichkeit, sie zu einem Ganzen zu fügen, sein „wahrer“ Patriotismus (gegenüber dem gekränkten der Verführten) sowie die Empfindung, sowohl aus eigenem Verschulden als auch infolge der gesellschaftlichen Umstände falsch gelebt und allzu lange den künstlerischen Neigungen entsagt zu haben. „Ich bin ein spätentwickeltes Kind. Es kam in meinem Leben alles zu spät.“