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Bildungsverein der KPÖ Steiermark
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Buchpräsentation "Flucht vor der Junta" - mp3

11. Sept. 08, 19 Uhr: Film und Buch über den Putsch in Chile - Aus Anlass des 35. Jahrestags

Chile, 11. September im Jahr 1973: Der Oberbefehlshaber des Heeres Augusto Pinochet stürzt die Regierung der Unidad Popular. Präsident Salvador Allende kommt im Sturm der Militärs auf das Regierungsgebäude „La Moneda“ unter ungeklärten Umständen ums Leben. Die Dokumentarfilmer  Heynowski und Scheumann porträtierten das Land vor und nach diesem historischen Ereignis.
 

Donnerstag, 11. September 2008, 19 Uhr

KPÖ-Bildungszentrum, Lagergasse 98a, 8020 Graz

 Freier Eintritt!

Vorstellung des Buches "Flucht vor der Junta"
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mp3, 28,3M, 09/16/08

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Der Herausgeber Gotthold Schramm bei der Präsentation.

Buchpräsentation: "Flucht vor der Junta" mit dem Herausgeber Gotthold Schramm

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Am 11. September 1973 wurde in Chile die Regierung der Unidad Popular gestürzt. Die Auftraggeber saßen in Washington. Das Blutbad selbst richtete die einheimische Reaktion an. Sehr viele gefährdete Menschen flüchteten sich in diplomatische Vertretungen befreundeter Länder. So auch in die der DDR. Nicht wenige Chilenen konnten illegal außer Landes und damit in Sicherheit gebracht werden. An diesen Hilfsaktionen waren auch Offiziere des MfS beteiligt. Erstmals berichten sie über ihren geheimen Einsatz in Südamerika. Darüber hinaus berichten Diplomaten, Finanzexperten, Berater und Mediziner aus der DDR über ihre Tätigkeit für das neue Chile, das mit der Wahl Allendes zum Präsidenten im Herbst 1970 seinen Anfang nahm. Sie berichten über unbekannte Details und Hintergründe des Engagements der DDR, das weit über das übliche Maß internationaler Solidarität hinausging.

 

Link zum Verlag

 

Gotthiold Schramm, von 1952 bis 1990 Angehöriger des MfS. In den 60er Jahren war er bei der Spionageabwehr, danach für die Sicherheit der DDR-Auslandsvertretungen verantwortlich. Letzter Dienstgrad: Oberst.

Film: "Der Krieg der Mumien"

Chile, 11. September im Jahr 1973: Der Oberbefehlshaber des Heeres Augusto Pinochet stürzt die Regierung der Unidad Popular. Präsident Salvador Allende kommt im Sturm der Militärs auf das Regierungsgebäude „La Moneda“ unter ungeklärten Umständen ums Leben.
Heynowski und Scheumann porträtieren das Land vor und nach diesem historischen Ereignis. Dabei arbeiten sie die Verwicklungen US-amerikanischer Firmen heraus, die durch Verstaatlichungen in Chile entmachtet wurden. In diesem Zusammenhang zeigen sie auch die landesweiten Proteste und Betriebsbesetzungen im Jahr nach der Amtsübernahme Allendes.
Eine zeitnahe und historische politische Analyse eines Landes und jenes Politikers, dessen Tod im gesamten Europa einen großen Personenkult auslöste.
Der Film erhielt 1974 während der 20. Internationalen Westdeutschen Kurzfilmtage in Oberhausen zusammen mit dem H&S-Film „Mitbürger!“ den ersten Preis der Jury des Verbandes der Internationalen Filmkritik (FIPRESCI).

 

Details zum Film:

"Der Krieg der Mumien"

DEFA-Studio für Dokumentarfilme, 1974
94 min, S/W

Regie und Drehbuch: Walter Heynowski, Gerhard Scheumann
Kamera: Peter Hellmich, Horst Donth, Winfried Goldner
Produktionsleitung: Mathias Remmert, Jochen Stoff

Eintrag bei filmportal.de

Zu den Filmemachern

Walter Heynowski, geb. am 20. November 1927 in Ingolstadt; ab 1946 journalistische Tätigkeit u. a. für Berliner Zeitung, Satire-Zeitschrift „Frischer Wind“, Deutschen Fernsehfunk, Gründung des Eulenspiegel-Buchverlages; 1963-1969 Autor und Regisseur im DEFA-Studio für Dokumentarfilme; 1965 Beginn der Arbeit mit Scheumann; 1968 Gründung des Studios H&S; 1982 Auflösung des Studios aufgrund Scheumanns kritischer Äußerungen über die Medienpolitik der SED, das H&S-Studio geht in dem DEFA-Studio für Dokumentarfilme auf; ab 1986 Signet H&S wieder erlaubt; 1983-1991 Autor und Regisseur im DEFA-Studio für Dokumentarfilme


Gerhard Scheumann, geb. am 25. Dezember 1930 in Ortelsburg/ Ostpreußen; gest. 30. Mai 1998; nach seinem Abitur wird er von Karl Gass nach Berlin geholt, wo er beim Rundfunk das Ressort Innen- und Wirtschaftspolitik inne hat; 1960-1961 wöchentliche TV-Sendung und Autor zahlreicher Drehbücher; 1965 erste Zusammenarbeit mit Heynowski

 

Gemeinsame Filme (Auswahl):
„Der lachende Mann“ (1966, DFF); „Piloten im Pyjama“ (1968, DFF); „Der Mann ohne Vergangenheit“ (1970); „Bye-bye Wheelus“ (1971); „Remington Kaliber 12“ (1972); „Mitbürger!“ (1973); „PSALM 18“
(1974); „Ich war, ich bin, ich werde sein“ (1974); „El Golpe Blanco - Der weiße Putsch“ (1975); „Meiers Nachlaß“ (1975); „Eine Minute Dunkel macht uns nicht blind“ (1976); „Vietnam 1-4“ (1976-77); „Am Wassergraben“ (1978); „Die Toten schweigen nicht“ (1978); „Im Feuer fest bestanden“ (1978); „Ein Vietnamflüchtling“ (1979); „Kampuchea - Sterben und Auferstehen“ (1980-83); „Die Angkar“ (1981); „Exercises“ (1981); „Zum Beispiel: Regensburg“ (1983); „Das lustige Spiel“ (1984); „Amok“ (1985); „Schnappschüsse aus Chile“ (1985); „Die Generale I+II“
(1986); „Teufelszeug“ (1987); „Kamerad Krüger“ (1989); „Hunger – Ein deutscher Lebenslauf“ (1991)