Am 11. September 1973 wurde in Chile die Regierung der Unidad Popular gestürzt. Die Auftraggeber saßen in Washington. Das Blutbad selbst richtete die einheimische Reaktion an. Sehr viele gefährdete Menschen flüchteten sich in diplomatische Vertretungen befreundeter Länder. So auch in die der DDR. Nicht wenige Chilenen konnten illegal außer Landes und damit in Sicherheit gebracht werden. An diesen Hilfsaktionen waren auch Offiziere des MfS beteiligt. Erstmals berichten sie über ihren geheimen Einsatz in Südamerika. Darüber hinaus berichten Diplomaten, Finanzexperten, Berater und Mediziner aus der DDR über ihre Tätigkeit für das neue Chile, das mit der Wahl Allendes zum Präsidenten im Herbst 1970 seinen Anfang nahm. Sie berichten über unbekannte Details und Hintergründe des Engagements der DDR, das weit über das übliche Maß internationaler Solidarität hinausging.
Gotthiold Schramm, von 1952 bis 1990 Angehöriger des MfS. In den 60er Jahren war er bei der Spionageabwehr, danach für die Sicherheit der DDR-Auslandsvertretungen verantwortlich. Letzter Dienstgrad: Oberst.


