prol.kino zeigt "In prison my whole life"
3. November 09, 19 Uhr: Dokumentation über Mumia Abu Jamal
Mumia Abu-Jamal, Journalist und Schriftsteller, Ehrenbürger von Paris
und Mitglied des „P.E.N.“, vor fast 30 Jahren wegen Mordes verurteilt
und seitdem in der Todeszelle -- schuldig oder nicht? Der Film erzählt die Geschichte der Reise des jungen William
Francome, der in derselben Nacht zur Welt kam, in der Mumia
Abu-Jamal verhaftet und des Mordes an einem Polizeibeamten
angeklagt wurde – am 9. Dezember 1981. Mit 24 Jahren macht
sich der weiße Mittelklassejunge auf die Suche nach der
Geschichte des preisgekrönten afro-amerikanischen Journalisten
aus den Sozialsiedlungen Philadelphias, dessen Todesurteil ihn
sein ganzes Leben lang begleitet hat. Er setzt sich nicht nur mit der Geschichte der vergangenen 25 Jahre,
sondern auch mit Rassismus, Klassenvorurteilen und den Widersprüchen
und Schrecken der Todesstrafe auseinander.
Di, 3. November 2009, 19 Uhr
KPÖ-Bildungszentrum, Lagergasse 98a, 8020 Graz
Freier Eintritt!
In prison my whole life
Der Film erzählt die Geschichte der Reise des jungen William
Francome, der in derselben Nacht zur Welt kam, in der Mumia
Abu-Jamal verhaftet und des Mordes an einem Polizeibeamten
angeklagt wurde – am 9. Dezember 1981. Mit 24 Jahren macht
sich der weiße Mittelklassejunge auf die Suche nach der
Geschichte des preisgekrönten afro-amerikanischen Journalisten
aus den Sozialsiedlungen Philadelphias, dessen Todesurteil ihn
sein ganzes Leben lang begleitet hat. Seine bewegte Reise in die
Abgründe Nord-Amerikas führt ihn zu interessantesten und kontroversesten
VordenkerInnen des Landes. Im Gespräch mit MenschenrechtsaktivistInnen
wie Angela Davis, Amy Goodman und
Noam Chomsky, KünstlerInnen wie Mos Def, Alice Walker oder
Snoop Dog setzt Francome sich mit Rassismus, Klassenvorurteilen
und den Widersprüchen und Schrecken der Todesstrafe auseinander.
Die Reise führt ihn in die Slums von Nordphiladelphia und
schließlich in den Todestrakt von Pennsylvania – zu Mumia Abu-
Jamal selbst, der – von alten Fotos abgesehen –
im ganzen Film nicht sichtbar ist: die zum Tod Verdammten Pennsylvanias
dürfen heute nicht mehr gefilmt oder fotografiert werden.
Umso eindrucksvoller Mumias Stimme aus dem Off. Der
Film liefert die bisher stärksten Argumente für ein neues Verfahren
für Abu-Jamal, unter anderem die neuen Beweise für seine
Unschuld, die während der Dreharbeiten von dem Heidelberger
Autor Michael Schiffmann entdeckt wurden.
Die Raps von Snoop Dog, Rage Against the Machine und Mos
Def sind der Puls des Films, die Schnitte sein Rhythmus – die
Fakten seine aufrüttelnde Botschaft. Amnesty International hat
die Schirmherrschaft übernommen – ein bisher einmaliger Vorgang
in der Geschichte der Organisation. Seit dem 6. April 2009
hängt Mumia Abu-Jamals Leben wieder in der Schwebe. An diesem
Tag hat der Supreme Court der USA ein neues Verfahren für
Mumia abgelehnt, während die Todesstrafe erneut beantragt ist.
Links
Homepage des Films.Soligruppe (engl.)
Soligruppe in NY (engl.)
Radiosendungen von Mumia
Infos auf deutsch
Wikipedia-Eintrag.