Der Film erzählt die Ursprünge der radikalen schwarzen Bürgerrechtsbewegung "The Black Panther" in den Jahren 1966 - 68. Van Peebles père et fils haben mit ihrer Interpretation der Black Panther in den USA bei Historikern, ehemaligen Bürgerrechtsbewegten und Leitartiklern einen Sturm der Entrüstung, vor allem aber eine Neubeurteilung der Black Panthers Party und der Ereignisse Ende der sechziger Jahre in Oakland herbeigeführt.
KPÖ-Bildungszentrum, Lagergasse 98a, 8020 Graz
Freier Eintritt!
„Panther"
USA 1995, 116 Min., Regie: Mario Van Peebles
Oakland/Kalifornien, 1966. Aufgerüttelt durch die Reden von Martin Luther King und Malcolm X, gründen einige schwarze Jugendliche die militante Black-Panther-Partei. Bewaffnet ziehen die Polit-Aktivisten durch die Straßen der Ghettos und überwachen die Aktionen der gewalttätigen, weißen Polizisten, die unter den Bewohnern Angst und Schrecken verbreiten. Angeführt von dem charismatischen Trio Huey Newton, Bobby Seale und dem Vietnam-Veteranen Judge, avancieren die Schwarzen Panther bald zum Staatsfeind Nr. 1.
Der neben Spike Lee streitbarste Protagonist des New Black Cinema, Mario Van Peebles ("New Jack City"), erkundet politisch hochsensibles Terrain. Als rasanter, emotional polarisierender Action-Film erzählt "Panther" die dramatische Geschichte der schwarzen Stadtguerilleros. Das dichte Drehbuch stammt von Marios Vater, Melvin Van Peebles, einem engen Vertrauten der Black-Panther-Gründer Newton und Seale. Original-Filmausschnitte aus den sechziger Jahren verstärken die Authentizität dieses Dramas, das nicht nur historisch Interessierte begeistern wird.
Melvin Van Peebles gilt durch den Film "Sweet Sweetback's Badass Song" aus den Jahr 1971 als der Begründer des Black Cinema. Hier ein Interview mit ihm.