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Bildungsverein der KPÖ Steiermark
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Robert Sommer: Wie bleibt der Rand am Rand

4. April: Buchpräsentation mit Robert Sommer, Martin Birkner und Maren Rahman

 

Vom Alltag des gesellschaftlichen Ausschlusses: Das System, das sich weltweit durchgesetzt hat, wäre nicht stabil, wenn es nicht ständig einen ausreichend breiten sozialen Rand reproduzierte. Eine soziale Schicht nämlich, deren Integration - entgegen jeder politischen Rhetorik - nicht vorgesehen ist.

Samuel Stuhlpfarrer im Gespräch mit dem Autor Robert Sommer und Martin Birkner (Mandelbaum Verlag). Die Schauspielerin Maren Rahmann wird das Gespräch musikalisch begleiten.

 

 

 

 

Mittwoch, 4. April 2012, 19 Uhr

KPÖ Bildungszentrum, Lagergasse 98a, 8020 Graz

Freier Eintritt !

Eine Veranstaltung des KPÖ-Bildungsvereins.

SOMMER, Robert: Wie bleibt der Rand am Rand.

Reportagen vom Alltag der Repression und Exklusion, Wien 2011 (Mandelbaum Verlag)

Vom Alltag des gesellschaftlichen Ausschlusses: Das System, das sich weltweit durchgesetzt hat, wäre nicht stabil, wenn es nicht ständig einen ausreichend breiten sozialen Rand reproduzierte. Eine soziale Schicht nämlich, deren Integration - entgegen jeder politischen Rhetorik - nicht vorgesehen ist. Der Autor Robert Sommer, Mitbegründer und Blattmacher der Wiener Straßenzeitung Augustin, »sammelte« die Techniken des Ausschlusses und der Stigmatisierung, soweit er sie in den bisher 16 Jahren des Bestehens des Augustin-Projekts durchschauen lernte.

Jedes Kapitel, jede Reportage in diesem Buch widmet sich einer spezifischen Methode, Integration zuverlässig scheitern zu lassen: die Methoden der staatlichen Strafe, der Dauerentwürdigung von Menschen in Heimen aller Art, der »sozialen Säuberung« kommerzorientierter Stadtzonen, der Pathologisierung normabweichenden Verhaltens, der Kriminaliserung des Bettelns etc.


Robert Sommer fügte seinen Erfahrungen über die »Phantasie« und die »Kreativität«, mit der die systembewahrenden Kräfte ihr Handwerk der Stigmatisierung und des Ausschlusses betreiben, den im deutschen Sprachraum nur wenig rezipierten Analysen vorwiegend französischer Sozialwissenschaftler bei. Diese stellen mit ihrer These von existenzieller systemischer Relevanz einer nicht integrierbaren Randschicht eine Herausforderung für Theorie und Praxis der sozialen Arbeit in Österreich dar.


Robert Sommer war bis zur Einstellung der Tageszeitung »Volksstimme« der Leiter der Wiener Lokalredaktion, anschließend freier Journalist (»Es war die Reblaus - die Uhudlerlegende«, Mandelbaum). 1995 gründete er (mit anderen) die Straßenzeitung Augustin. Theodor Kramer-Preisträger 2006.

kritik&utopie

Das Buch von Robert Sommer ist in der neuen politischen Reihe des Mandelbaum Verlags „kritik&utopie“ erschienen. kritik&utopie will kleine Beiträge dazu leisten „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“ (Marx) Die Spannung zwischen der Kritik überwindenswerter Zustände und Ausblicken konkreter Utopien eines „Guten Lebens für alle“ bestimmt dabei den Horizont. Martin Birkner, der für die Reihe verantwortlich ist, wird sie zu Beginn vorstellen.

Maren Rahmann

ist Schauspielerin, Sängerin und Musikerin. Sie wird das Gespräch mit Liedern von Jura Soyfer begleiten. Mehr zu ihrer Person findet sich hier.