Utopien in der Krise - Mythen des Kapitalismus und die kommende Gesellschaft
24. Juni 10, 19 Uhr 30: Diskussion mit Raul Zelik, Robert Misik, Araba Evelyn Johnston-Arthur und Elisabeth Springler
Der Schriftsteller Raul Zelik und der Ökonom Elmar Altvater haben sich mitten in der Krise in einem Buch dem utopischen Denken gewidmet: "Zur Vermessung der Utopie. Ein Gespräch über Mythen des Kapitalismus und die kommende Gesellschaft". Raul Zelik stellt das Buch vor und zur Diskussion. Es diskutieren Robert Misik, Araba Evelyn Johnston Arthur und Elisabeth Springler. Moderation: Leo Kühberger.
Do, 24. Juni 2010, 19 Uhr 30
KPÖ-Bildungszentrum, Lagergasse 98a, 8020 Graz
Freier Eintritt!
Raul Zelik, Elmar Altvater: Zur Vermessung der Utopie
Ein Gespräch über die Mythen des Kapitalismus und die kommende Gesellschaft
Ob Klimawandel, industrielle Überkapazitäten, Arbeitslosigkeit oder
Verteilung des Reichtums – der »freie Markt« scheint grundlegende
soziale und wirtschaftliche Probleme nicht lösen zu können. Doch ist
eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus überhaupt noch vorstellbar?
Raul Zelik und Elmar Altvater liefern in ihrem Gespräch eine
radikal-kritische Analyse der Gegenwart. Ihr gemeinsamer Versuch, ein
utopisches Gesellschaftsmodell zu entwickeln, geht von einem
Ökonomiebegriff aus, der das ökologische und soziale Gemeinwohl
einbezieht und auf Vernunft gegründet ist.
Raul Zelik
geboren 1968, arbeitet im Grenzbereich von Literatur,
Sozialwissenschaften und politischem Aktivismus. Seine beiden zuletzt
bei Blumenbar erschienenen Romane »Der bewaffnete Freund« und »Berliner
Verhältnisse« wurden viel beachtet und von der Kritik hoch gelobt.
Zelik war zuletzt Gastprofessor für Politik an der Nationaluniversität
in Bogotá.
Sachbücher von Raul Zelik:
Araba Evelyn Johnston-Arthur
geboren 1974, ist Aktivistin, Theorie-, Community- und Kulturarbeiterin. Sie studierte Afrikawissenschaften und Racism and Migration Studies in
Legon (Ghana), Wien und London. Sie graduierte 2004 mit ihrer Arbeit
Über die Konstruktion des >môren< und der >moerin< im
Kontext epistemischer Gewalt und den traumatischen Charakter
neokolonialer Erfahrungen in der modernen afrikanischen Diaspora in
Österreich. 1996 war sie Mitgründerin von Pamoja und ist seitdem in der
Schwarzen Bewegung Österreichs aktiv. Tätig als Kuratorin für das
Ausstellungsprojekt Verborgene Geschichte(n) – Remapping Mozart rief
sie die Schwarze Research-Group ins Leben. Sie lehrt an der Universität
Wien und ihre Schwerpunktthemen sind: Schwarze Politik und
Repräsentation, institutionalisierter Rassismus und Schwarzes
Empowerment.

Robert Misik
geboren 1966. Lebt meist in Wien. Schreibt Bücher, Kritiken, Artikel und Essays, einen Weblog, und gestaltet die wöchentliche Videoblog-Sendung "FS-Misik" auf
derStandard.at.
Ständiger Autor beim "Falter", "profil", "Standard" und der "taz".
Elisabeth Springler
ist Lektorin am Institut für Geld- und Finanzpolitik des Departments für Volkswirtschaftslehre der WU Wien. Sie studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien, sowie an der Athens University of Economics and Business Administration (AUEB). Forschungsschwerpunkte: Postkeynesianische Geldtheorie und -politik, Europäische Integration und wirtschaftspolitische Fragen der Wohnungswirtschaft.
Übersicht der Publikationen von Elisabeth Springler.
Das neue Beigewum-Buch: Mythen der Krise.
Leo Kühberger
ist Historiker und Organisationssekretär des KPÖ-Bildungsvereins.
Letzte Veröffentlichung: Gegenwelten. Rassismus, Kapitalismus und soziale Ausgrenzung