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Bildungsverein der KPÖ Steiermark
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Von Drahtverhau zu Drahtverhau. Gefangen im Großen Krieg 1914-1918

16. Februar: Vortrag von Gerhard M. Dienes und Gundi Jungmeier

Der Erste Weltkrieg war eine Katastrophe von bis dahin nicht gekanntem Ausmaße. Überall hatten die Militärs die Zahl der Kriegsgefangenen vollkommen unterschätzt, weil sie mit einem kurzen Krieg gerechnet hatten. In Knittelfeld wurden bis zu 33.000 - vornehmlich russische - Soldaten inhaftiert. Gerhard M. Dienes und Gundi Jungmeier behandeln diesen wenig gekannten Aspekt des Ersten Weltkriegs.

 

Donnerstag, 16. Februar 2012, 19 Uhr

KPÖ Bildungszentrum, Lagergasse 98a, 8020 Graz

Freier Eintritt !

 

Der Erste Weltkrieg war eine Katastrophe von bis dahin nicht gekanntem Ausmaße. Überall hatten die Militärs das Kriegsgefangenenproblem vollkommen unterschätzt, rechnete man doch mit einem kurzen Krieg. Ab dem Herbst 1914 mussten riesige Lager aus dem Boden gestampft werden. So etwa auch in Knittelfeld, wo bis zu 33.000 (!) – vornehmlich russische –Soldaten interniert waren. Hier wie in anderen Lagern fehlte es an den einfachsten sanitären Einrichtungen, sodass im Winter 1914/1915 tausende Gefangene an Fleckfieber starben. Die hygienischen und medizinischen Verhältnisse besserten sich zwar, doch erwies sich die Lebensmittelversorgung in den Lagern als kaum lösbares Problem. Schließlich erzwang die Ausweitung zum totalen Krieg die restlose Mobilisierung aller Arbeitskräfte und so wurden die Gefangenen als Kriegsressource entdeckt und für den Arbeitseinsatz herangezogen.

Die Historiker Gerhard M. Dienes und Gundi Jungmeier widmen sich diesem Aspekt des 1. Weltkriegs in ihrem Vortrag. Ernest Kaltenegger zeigt Fotos vom Vrsic, jener slowenischen Passstraße, die von 1914 bis 1916 von russischen Kriegsgefangenen erbaut werden musste.

 

Eine Veranstaltung des Bildungsvereins der KPÖ Steiermark