Aufgewachsen in Regensburg und über zahlreiche Stationen selbst nach 78 Jahren keineswegs in Fürstenfeldbruck zur Ruhe gekommen, rückt der bayerische „Emigrantler“ mit seiner künstlerischen Arbeit auch nicht gerade, was in der Gesellschaft und in der Welt schief liegt. Er zeigt diese Schieflagen vielmehr und nimmt in seinen narrativen Bildern auf’s Korn, was uns Potentaten aller Art als schöne neue Welt verkaufen wollen. Guido Zingerl ist ein unangepasster und stets kritischer Zeitgenosse, der mit geschärftem Blick, mit Feder und Pinsel gesellschaftspolitisch Fragwürdiges an den Tag legt; ein seinem Land verbundener Bergwanderer und dabei liebenswürdiger Streithansel, der mit Zynismus und Ironie – die manchmal in den Sarkasmus reicht – auf Zustände hinweist, die viele lieber unter den Teppich gekehrt wüssten.
Zur Eröffnung sprechen Ernest Kaltenegger, Kurator Wenzel Mracek und Guido Zingerl. Die Musik besorgen Fran Sancisco (Robert Lepenik - Gitarre, Lothar Lässer - Akkordeon). Zu sehen ist die Schau bis einschließlich 15. Dezember von Montag bis Freitag (jeweils 09:00 bis 15:00 Uhr).
Donnerstag, 03.11.2011, 19 Uhr
KPÖ-Bildungszentrum
Lagergasse 98a, 8020 Graz
Eine Veranstaltung des Bildungsvereins der KPÖ-Steiermark